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Zum Jahreswechsel 1914-15 von Gustav Falke

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Gustav Falke
Zum Jahreswechsel 1914-15


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     Dichter . A/F . Gustav Falke


Zum Jahreswechsel 1914-15

Das alte Jahr bracht uns viel Leid,
es tauschte sein schlichtes Werkelkleid
gegen eiserne Wehr.
Das Korn war reif, die Sense sang,
und rings im Land war Friedensklang -
da fielen sie über uns her.

Da warfen wir Sensen und Rechen hin
und banden den Helm uns fest unterm Kinn
und griffen zornig zum Schwert.
Wir alle waren da wie Ein Mann.
Ganz Deutschland loderte himmelan,
das macht das Jahr uns wert.

Nun klirrt das neue Jahr herauf,
gepanzert und die Faust am Knauf
des Schwertes, und stürmisch rauscht
die Fahne über ihm am Stock.
Ob's wohl einmal den Eisenrock
mit anderm Kleid vertauscht?

Wir hoffen alle den Sieg und sehn
die Felder schon wieder in Sonne stehn,
rings wogt die junge Saat,
es reift das Korn, und der Schnitter schwingt
den Stahl, und sein fröhlich Lied erklingt -
doch noch ist der Bauer Soldat.

O Deutschland, heiliges Heimatland!
Ist jedes Jahr von Gott gesandt,
Ihm sei Lob und Ehr'!
Wir stehen fest und unverzagt,
bis uns sein goldener Friede tagt.
Gott mit uns! Feind, komm her!









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Gedicht zu Neujahr: "Zum Jahreswechsel 1914-15" von Gustav Falke